Ein Prinz für die Meerjungfrau

Mehrere tausend Menschen verfolgten zu Beginn der Sommersaison im Hafen von Helsingor bei einer feierlichen Enthüllung, wie die weltberühmte Meerjungfrau von Kopenhagen einen ebenfalls dänischen Prinzen aus Edelstahl erhielt.

Die lebensgroße Skulptur mit einem Gewicht von 800 Kilogramm wurde in Kooperation der Edelstahlwerke Schmees in Langenfeld und Pirna sowie ihrer Schwesterfirma lnnocast nach dem Entwurf des bekannten Künstlerduos Elmgreen und Dragset hergestellt. Die skandinavischen Künstler hatten sich für den deutschen Lieferanten aufgrund seiner hohen Fachkompetenz und Erfahrung im Kunstguss aus Edelstahl entschieden.

Die besondere Herausforderung lag in der Realisierung der verzerrfreien und hochglanzpolierten Oberflächenspiegelung. Diese wurde in reiner Handarbeit mit mehr als 2.500 Arbeitsstunden allein für das Polieren erreicht.

Die Stadt Helsingor erteilte dem Künstlerduo den Auftrag für dieses Monument, um aus dem Schatten Kopenhagens zu treten und mit einem eigenen Wahrzeichen in ihrem Hafen zu glänzen. Um keine starre Skulptur zu erhalten, wurde ein besonderer Mechanismus in den Augen eingebaut. Jede Stunde blinzelt der strahlende Jüngling der 38 km entfernten Meerjungfrau in Kopenhagen nun mit dem Auge zu.

Clemens Schmees als geschäftsführender Gesellschafter und Johann Unglaub, Geschäftsführer des Werkes Pirna, das den Hauptanteil der Arbeiten ausführte, zeigten sich bei der Eröffnung begeistert: „Der Jüngling war eine der größten gießtechnischen und handwerklichen Herausforderungen seit Bestehen unserer Firma. Dank des großen Einsatzes unserer Fachleute ist das Ergebnis überragend. Die Skulptur leuchtet und funkelt wie ein Diamant.“ Beim anschließenden Empfang mit Bürgermeister und Kunstkuratorium sprachen die Künstler ihren ausdrücklichen Dank an das Familienunternehmen Schmees aus. „Die Zusammenarbeit mit der deutschen Gießerei war vorbildlich.“

Das in Berlin und London ansässige Duo Elmgreen und Dragset erlangte durch zahlreiche Werke Berühmtheit, unter anderem bei der Biennale 2007, wo sie von der Kunstkritik weltweit mit ihrem Projekt „The Collectors“ gefeiert wurden. Den Trafalgar Square in London ziert ebenfalls eine Skulptur der Künstler – ein Junge auf einem Schaukelpferd.

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Pressebericht Stahlreport vom 09.10.2012

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Letzte Änderung: 11.10.12